Samstag, 23. April 2016

Black Magic Woman

Der 23. April ist der "Tag des deutschen Bieres". Aber was hat Bier mit Santana zu tun? Eigentlich eher wenig, stimmt. Bis auf dieses hier (siehe Foto), von dem Freunde mir eine Flasche mitgebracht haben, da sie wissen, welche Musik ich am liebsten mag. Okay, es ist kein deutsches Bier, aber diesen Tag nehme ich zum Anlass, darüber zu berichten.


Es heißt "Black Magic Woman", stammt von der dänischen Brauerei Hornbeer aus Kirke Hyllinge, enthält 10 Prozent Alkohol und ist sehr schwarz, sehr bitter und zugleich sehr vollmundig. Um sich auf diese schwarzmagische Frau einzulassen, braucht es schon echte Wikinger, die so schnell nix umhaut.

Das auf dem Etikett verwendete Bild stammt übrigens von der dänischen Malerin Gunhild Rasmussen.

Freitag, 25. März 2016

Going Home

Passend zum heutigen Karfreitag…

Im Jahr 1973 erschien das Santana-Album "Welcome". Langsam schwebt der erste Song "Going Home" herein. In meinem Buch "Carlos Santana und Band" habe ich dazu geschrieben: "Er klingt sehr orchestral, fast klassisch." Den Credits nach ist der Song von Alice Coltrane, Carlos Santana und der restlichen Santana-Band arrangiert. Auf dem im selben Jahr aufgenommenen Live-Album "Lotus" dient er ebenfalls als Einstieg, denn während der 1973er Tour begann jedes Konzert mit diesem Intro.


"Going Home" befindet sich auch in einer mehr als doppelt so langen Fassung auf dem Album "Lord Of Lords" von Alice Coltrane aus dem Jahr 1972. Als ich mit meiner Frau zusammen kürzlich diesem neu erstandenen Album lauschte, meinte sie, dass der Song sie irgendwie an die Winnetou-Filme erinnere. Hmmm, dachte ich, irgendwie hat sie Recht. Also zog ich Martin Böttchers "Winnetou Melodien" aus dem Regal und versuchte, heraus zu finden, welcher Song dem "Going Home" ähnelt. Es ist die "Old Shatterhand Melodie".

Nun konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Carlos Santana und Alice Coltrane sich gemeinsam "Der Schatz im Silbersee" angesehen haben. Also dachte ich noch ein Weilchen nach – und dann kam mir eine Idee und ich legte Anton Dvoraks Sinfonie Nr. 9 "Aus der Neuen Welt" auf. Im zweiten Satz "Largo" ist eine leise und berührende Passage zu hören, die von Alice Coltrane praktisch genauso gespielt wurde. Bei Santana ist die Ähnlichkeit weniger offensichtlich.

Bevor man sie nun voreilig des Plagiats verdächtigt, sollte man sich aber ruhig die Mühe machen, die extrem klein gedruckten Liner Notes des Alice-Coltrane-Albums zu lesen. Sie sind nämlich vom LP- auf CD-Format geschrumpft und für mich nur mit Lupe zu entziffern. Dort wird ausdrücklich auf Dvoraks Sinfonie hingewiesen und es wird außerdem berichtet, dass jener die Idee von einem gospel-orientierten Spiritual hatte, welches in den USA weit verbreitet war und ist. Auch der Begleittext von "Welcome" (allerdings erst ab der Version mit dem Bonus-Track "Mantra" aus dem Jahr 2003) deutet dies an. Ich hätte ihn nur lesen müssen. Also… sie alle – Anton Dvorak, Martin Böttcher, Alice Coltrane und Carlos Santana – haben ein traditionelles Spiritual als Quelle ihrer Inspiration verwendet. Irgendwie ist alles Gute göttlichen Ursprungs…

Sonntag, 20. März 2016

Zu Gast bei Radio ZuSa

Es ist schon mehr als zwei Monate her und somit höchste Zeit, darüber zu berichten. Am 17. Januar von 18 bis 20 Uhr war ich zu Gast beim Lüneburger Sender Radio ZuSa. In "Peters Oldie Party" ging es um die Musik von Santana. Wir spielten diverse Songs, die Santana herausragend gecovert hat, im Original oder in der Coverversion von Santana. Das waren beispielsweise "Jingo" (Babatunde Olatunji), "Evil Ways" und "Fried Neckbones" (Willie Bobo), "Black Magic Woman" (Fleetwood Mac), "Gypsy Queen" (Gabor Szabo), "Stone Flower" (Antonio Carlos Jobim), "The Sensitive Kind" (J. J. Cale), "She's Not There" (The Zombies), "Well All Right" (Buddy Holly) und "I Love You Much Too Much" (aus einem jiddischen Theaterstück, gespielt von Nizza Thobi). Außerdem spielten wir Santana-Songs in den Versionen von The Magic of Santana featuring Alex Ligertwood, live aufgenommen beim Konzert in Bochum 2015 ("Guajira", "Jingo" und "Black Magic Woman/Gypsy Queen").

Es war eine kunterbunte, fröhliche Sendung mit den Moderatoren Hans-Peter Schneider und seiner Frau Brigitte. Das Telefon klingelte häufig. Die Fotos machte Dagmar Petermann, und mit vier Personen war das Studio auch ziemlich voll…





Mittwoch, 2. März 2016

The Magic of Santana mit Tony Lindsay und Alex Ligertwood in Bad Fallingbostel

Im Januar und Februar 2016 gaben The Magic of Santana zusammen mit Tony Lindsay (bei Santana seit 1992) und Alex Ligertwood (bei Santana von 1979 bis 1994) einige Konzerte in Norddeutschland und Spanien. Am 23. Januar spielten sie im Kurhaus Bad Fallingbostel.

Es war wieder ein berauschender Abend im nahezu ausverkauften Kurhaus. Die zehn Musiker begeisterten ihr Publikum einmal mehr. Und was sie noch nie erlebt hatten: Nach dem letzten Song der Zugabe hörten die Besucher einfach nicht auf, "Make Somebody Happy" zu singen. So blieb der Band nichts anderes übrig, als ein weiteres Mal heraus zu kommen. Als zusätzliches Bonbon spielten sie "Soul Sacrifice" – den Song, der Santana in Woodstock (1969) weltberühmt gemacht hat.

Wenige Tage später begann die Spanien-Tournee.

  Alex Ligertwood und Tony Lindsay

 Martin Hohmeier

Chris Haertel

 Gerd Schlüter und Olli Schröder

Jürgen Pfitzinger

 Pablo Escayola

 Andreas Rohde

Oliver Steinwede

Hinweis: Durch Anklicken werden die Fotos größer dargestellt.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Brian Auger's Oblivion Express feat. Alex Ligertwood – Live in Los Angeles (2015)

Fusion – dafür ist Brian Auger seit jeher bekannt. Diesen Stil zwischen Jazz, Rock und Soul hat er in den Sechzigern mitgeprägt. Und 2013 zelebriert er ihn frisch wie eh und je, unterstützt von Alex Ligertwood (Gesang und Gitarre), der ihn bereits in den Siebzigern, nach Augers Zeit mit Julie Driscoll & Trinity, bei Oblivion Express begleitete. Ligertwood hat sich vor allem durch seine 15 Jahre bei Santana einen Namen gemacht.


Auger spielt Hammond B3 und Fender Rhodes E-Piano und lässt deren warme Sounds üppig aus dem Verstärker quellen. Wer nicht beim "Freedom Jazz Dance" zu tanzen begonnen hat, den reißt es beim treibenden Beat von "Happiness Is Just Around The Bend" vom Sitz. "Straight Ahead" kommt wesentlich funkiger daher – es geht tatsächlich sehr abwechslungsreich zu. Ligertwoods kraftvoll soulige Stimme sorgt für zusätzliche Würze, doch getragen wird die Musik von Augers intensivem Klangteppich, der immer wieder gewaltige Wellen schlägt. Elfeinhalb Minuten "Bumpin' On Sunset", im gemächlich von Karma Augers Schlagzeug bestimmten Rhythmus, lassen zwischendurch ein wenig träumen Dem folgt mit Marvin Gayes "Inner City Blues" der wohl bekannteste Titel des Albums. Yarone Levy (Gitarre) und Les King (Bassgitarre) komplettieren das Ensemble und tragen bei "Whenever You're Ready" ihren Teil zum erneut flotten Tempo bei. Einfühlsam unterstützen Schlagzeug und Kuhglocken Orgel und Gesang, als der Song in John Coltranes "A Love Supreme" mündet.

Hochklassig und kurzweilig geht es auf CD 2 weiter. Hervorzuheben ist hier das balladenhafte "I Love You More Than You'll Ever Know". Ein weiterer Höhepunkt ist die fröhliche Gitarre in der luftig-beschwingten zweiten Hälfte von "Future Pilot". Und das ausgedehnte "Compared To What" glänzt mit einem feinen Gitarren- sowie einem  mitreißenden Orgelsolo.

Die Doppel-CD "Live in Los Angeles" wurde größtenteils am 13. und 14. September 2013 im dortigen Baked Potato aufgenommen, "Future Pilot" hingegen in Riesa (Deutschland) am 10. Oktober. Herausgekommen ist ein hörenswertes Album, das für mich von Mal zu Mal besser wird. Wer nach fünf Jahrzehnten noch immer so kraftvoll spielt, muss ein großer Musiker sein.

Sonntag, 22. November 2015

Konzert in Wahlstedt – Raul Rekow zum Gedenken

Vor knapp drei Wochen ist Raul Rekow von uns gegangen. Seine letzten Konzerte gab er im Juli 2014 mit The Magic of Santana und Alex Ligertwood in Budapest und Meiningen. Gemeinsam waren sie mehrere Tage unterwegs und haben einander schätzen gelernt und Freundschaft geschlossen. Alex und Raul waren sich ohnehin seit ihrer langen Zeit (15 Jahre) bei Santana sehr verbunden.

So war es kein Wunder, dass das Konzert von The Magic of Santana und Alex Ligertwood in Wahlstedt am 21. November 2015 ganz im Zeichen des verstorbenen Freundes stand. Es war, als würde sein Geist über ihnen schweben, als sie tief bewegt seiner gedachten und ein beseeltes Spiel wie selten hinlegten. Vor allem bei "Somewhere In Heaven" floss manche Träne und Gerd Schlüters intensive Gitarrensoli hätte Carlos Santana wohl kaum besser hinbekommen.

Natürlich spürte das Publikum im Kleinen Theater, was für ein inspirierter Auftritt ihm geboten wurde. Da sprang kein Funke über, nein, sondern ein Schwarm von Sternschnuppen prasselte auf die Besucher hernieder. Immer wieder spendeten sie Szenenapplaus und zum Schluss, nach einer donnernden Version von "Jingo", lang anhaltenden Beifall. Und sie gingen nach Hause, den Refrain von "Make Somebody Happy" auf den Lippen.

The Magic of Santana – das sind derzeit Gerd Schlüter (Gitarre), Andreas Rohde (Timbales, Percussion, Gesang), Jürgen Pfitzinger (Congas, Bongos, Percussion), Pablo Escayola (Congas, Bongos, Percussion), Chris Haertel (Hammond, Keyboards), Martin "Wunz“ Hohmeier (Bass), Oliver Steinwede (Schlagzeug) sowie Olli Schröder (Gesang, Gitarre – fehlte in Wahlstedt). Alex Ligertwood war Sänger und spielte Rhythmusgitarre bei Santana von 1979 bis 1994.

Hinweis: Klicken Sie zur vergrößerten Darstellung eines der Fotos an.










Mittwoch, 4. November 2015

Raul Rekow gestorben

Am 1. November 2015 ist Raul Rekow im Alter von 61 Jahren von uns gegangen, nachdem im August bei ihm Lungenkrebs Stadium 4 festgestellt worden war. Raul spielte Congas und Percussion bei Santana von 1976 bis 2013. Damit ging für ihn ein Traum in Erfüllung, denn 1976 vertrat er den erkrankten Armando Peraza bei den Aufnahmen für das Album "Festivál". Armando kam zurück und Raul blieb in der Band – so lange wie kein anderer Musiker (außer Carlos selbst).

Für mich war Raul immer das Lächeln von Santana. Und seine Congas waren der Herzschlag dieser wunderbaren Musik. Ich möchte seiner gedenken mit einer Aussage von ihm zum Ende unseres Interviews vom 1. Juli 2014. Auf die Frage, was ihm die Percussion bedeute, antwortete er:


"Percussion ist mein Leben, meine Karriere, meine Leidenschaft. Sie ist alles für mich. Ich weiß nicht, wo ich ohne sie wäre. Sagen wir mal so: Ich glaube, egal was ich machte, ich wäre gut darin. Wie Armando, als er sich entschied, Bongos zu spielen. Das ist etwas, das ich auch meinen Kindern sage. Ihr müsst euch nicht nach mir richten. Richtet euch nach euren Vorstellungen, aber was immer ihr im Leben zu tun beschließt – seid gut darin. Findet eure Leidenschaft. Findet heraus, was ihr wirklich machen wollt. Und dann gebt euer Bestes. Wenn ihr liebt, was ihr macht, braucht ihr keinen Tag im Leben zu arbeiten. Wenn ich Straßen fegen müsste, wäre ich der beste Straßenfeger, der ich sein könnte. Und ich würde das mit Stolz und Würde machen. Es kommt nicht darauf an, was du machst – aber mache gut, was du machst. Das hab ich meinen Kindern beigebracht und sie bringen es ihren Kindern bei. Ich bin ein gutes Beispiel für sie. Darauf bin ich stolz, sehr stolz."



Das Foto zeigt Raul Rekow (rechts) mit seinem 2014 verstorbenen Freund und Mentor Armando Peraza (Bongos, links) und Graham Lear (Schlagzeug) während eines Konzerts in Hamburg 1987.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Alex Ligertwood und Santana in Berlin 2015

Am 5. Juli 2015 gab Santana ein Konzert in der Berliner Mercedes-Benz-Arena. Auch Alex Ligertwood, Sänger bei Santana von 1979 bis 1994, war anwesend, wurde von Carlos auf die Bühne geholt und sang wie in alten Zeiten bei "Black Magic Woman/Gypsy Queen", "Oye Como Va" und "Toussaint l'Overture" (siehe das Video auf YouTube).

Carlos Santana und Alex Ligertwood (Foto: Gerd Schlüter)

Wie kam es zu diesem überraschenden Ereignis?

Alex besuchte das Konzert gemeinsam mit Gerd Schlüter, dem Gitarristen von The Magic of Santana. Vor dem Konzert wurde Alex von Karl Perazzo (Timbales und Percussion bei Santana) herzlich begrüßt und in den Backstagebereich geführt. Dort erhielt er einen VIP Pass umgehängt und wurde in Carlos Santanas Garderobe eingeladen. Carlos empfing ihn mit offenen Armen und die beiden unterhielten sich lange. Natürlich fragte Carlos ihn, ob er Lust hätte, einen Song zu singen. Sie verständigten sich auf "Black Magic Woman".

Als es soweit war, stellte Carlos Alex dem Publikum als Freund vor, für den er jederzeit eine offene Tür habe. Die meisten Fans dürften ihn sowieso erkannt haben. Die eigentlichen Sänger Tony Lindsay und Andy Vargas überließen ihm "Black Magic Woman" aus Achtung ganz alleine und dann folgten noch "Gypsy Queen", "Oye Como Va" und "Toussaint l'Overture". Carlos schien sich darüber sehr zu freuen, denn er strahlte unentwegt.

Was für ein wunderbares Zusammentreffen…

Dienstag, 12. Mai 2015

Carlos Santana – Der Klang der Welt (2015)

"Der Klang der Welt" – im Original "The Universal Tone" – so heißt die Autobiographie von Carlos Santana. Gemeint ist das Om, der Urklang, aus dem nach hinduistischem Glauben das Universum entstand und der alle Wesen durchdringt. Man meint bisweilen, dass Carlos solche verzaubernden Töne auch seinem Instrument entlocken kann. Und so ist nicht verwunderlich, dass das Om-Symbol den Kopf seiner Paul-Reed-Smith-Gitarre ziert. Und dass der Titel seines Buches sich darauf bezieht. Denn Carlos fand 1972 zu fernöstlicher Spiritualität und Meditation und folgte viele Jahre lang einem indischen Guru. Jenem geistigen Weg blieb er bis heute treu.


Dieses wunderbare Buch mit 528 Seiten erzählt nicht allein vom Musiker, sondern vom Menschen Carlos Santana. Selbstredend nehmen seine Familie und seine spirituelle Entwicklung breiten Raum darin ein. Doch hauptsächlich geht es natürlich um Musik, um den Gitarristen Carlos, um die Band Santana, um Erlebnisse, Begegnungen, Freundschaften und Einflüsse, um Songs, Alben, Konzerte, Plattenfirmen und das Musikgeschäft.

Sehr langsam und weitgehend chronologisch entwickelt sich die Geschichte. Sie wächst und entfaltet sich fast wie eine Blume. Erstaunlich, an wie viele Einzelheiten seiner Kindheit Carlos sich erinnern kann und wie er sie vor uns ausbreitet. Auf Seite 63 kommt der zehn- oder elfjährige Carlos erstmals mit einem Instrument in Kontakt, mit seiner ungeliebten Violine. Und dann bewegt sich seine Karriere in unzähligen winzigen Schritten voran. Menschen kommen und gehen. Manche bleiben und wir können fast hautnah miterleben, wie er für seine Musik und mit ihr lebt und wie sich allmählich passende Musiker um ihn scharen, die als Santana Blues Band und dann weltweit als Santana Furore machen werden.

Erst auf Seite 219 landet Santana in Woodstock. Es ist 1969 und das Debütalbum erscheint demnächst. Auf Seite 297 wendet Santana sich dem Album "Caravanserai" zu. Es ist 1972. Die internationale Karriere währt zu dem Zeitpunkt gerade mal drei Jahre und wir befinden uns bereits in der zweiten Hälfte des Buches.

So gemächlich geht es folglich nicht weiter. Etwa ab Mitte der Siebzigerjahre zieht das Erzähltempo dann auch deutlich an. Schade eigentlich, denn die vielen Details gefallen mir wirklich gut – vor allem, sofern sie die Musik betreffen. Interessant ist beispielsweise, dass es zu "Samba Pa Ti" auch einen Text gibt (in Auszügen nachzulesen auf Seite 244), den Carlos immer im Sinn hat, wenn er das Lied spielt. Besonders berührend ist für mich freilich die schmerzhafte Trennung von seiner ersten Frau Deborah nach 34 Ehejahren und das tiefe Glück, welches aus der Asche entsteht, als er Cindy begegnet, die seine zweite Frau wird.

Nicht jeder Musiker, der in all den Jahrzehnten bei Santana gespielt hat, wird im Buch genannt. Das ist nachvollziehbar. Etwas befremdlich finde ich jedoch, dass Raul Rekow, der Carlos von 1976 bis 2013 mit Abstand am längsten von allen Musikern in der Band begleitet hat, nur dreimal am Rande erwähnt wird, außerdem auf einem Foto auftaucht. Dafür widmet Carlos sich ausgiebig den Charakteren, die ihm nahe standen und stehen wie Bill Graham, Michael Carabello, Gregg Rolie, Michael Shrieve, Armando Peraza, Wayne Shorter, Miles Davis, John Lee Hooker, Clive Davis und vielen mehr.

Carlos hat das Buch nicht selbst geschrieben. Dafür waren seine Weggefährten Hal Miller, der die vielen Erinnerungen aufnahm und ordnete, sowie Ashley Kahn, der sie gefühlvoll und leichtfüßig zu Papier brachte, zuständig. Sie haben ihren Job richtig gut gemacht. Heraus kam ein Buch voller Seele und Musik, welches ich mit großer Freude gelesen habe und jedem Fan sowie jedem Musikfreund wärmstens empfehlen kann.

Montag, 23. März 2015

The Magic of Santana mit Alex Ligertwood in Bochum

Am 20. März 2015 spielte The Magic of Santana mit ihrem Gastsänger Alex Ligertwood (Ex-Santana) in der Bochumer Zeche. Es gab zwei Stunden Santana-Musik vom Feinsten – von "Black Magic Woman/Gypsy Queen" über "Samba Pa Ti", "I Love You Much Too Much" und "Aqua Marine" bis "Incident At Neshabur" und "Jingo". Der volle Saal brodelte in heißer Musik und auch für's Herz war viel dabei. Die Band spielte mit großer Freude und Alex gelang es einmal mehr, sein Publikum mitzureißen. Ein magischer Abend. Sie wollen gerne wiederkommen…

Für eine vergrößerte Darstellung können die Fotos angeklickt werden.

Alex Ligertwood

Das Publikum in der Bochumer Zeche

The Magic of Santana featuring Alex Ligertwood

Gerd Schlüter

Jürgen Pfitzinger

Andreas Rohde

Chris Haertel

Martin "Wunz" Hohmeier

Jürgen Sosnowski

Oliver Steinwede

Weitere gelungene Fotos gibt es auf dem mir sehr eng verbundenen Blog dp-galerie.